In der Barista Academy München unterrichten wir jeden Monat Dutzende Menschen, die zu Hause Espresso machen. Und immer wieder sehen wir dieselben sieben Fehler. Wir verraten sie dir hier — damit du sie ab sofort vermeiden kannst.
1. Der Mahlgrad ist falsch eingestellt
Das ist der häufigste Fehler. Ein zu grober Mahlgrad lässt das Wasser zu schnell durchlaufen — der Espresso schmeckt wässrig und säuerlich. Ein zu feiner Mahlgrad blockiert das Wasser — der Espresso ist überextrahiert, bitter und wenig Flüssigkeit kommt durch.
Die Faustregel: Ein Espresso-Shot (25–30 ml) sollte 25–30 Sekunden dauern. Läuft er schneller: feiner mahlen. Dauert er länger: gröber mahlen.
Verändere den Mahlgrad immer nur einen kleinen Schritt. Viele machen gleich fünf Stufen auf einmal — dann weißt du nicht, was geholfen hat. Ein Schritt, ein Shot, verkosten. Wiederholen.
2. Die Kaffeemühle ist zu günstig
Eine Espressomaschine für 400 € mit einer Mühle für 20 € — das geht nicht. Die Mühle ist wichtiger als die Maschine. Eine schlechte Mühle mahlt ungleichmäßig, erzeugt Wärme (die die Aromen zerstört) und lässt sich nicht präzise einstellen.
Unser Minimum: Eine Handmühle oder Elektromühle mit Kegelmahlwerk ab ca. 100–150 €. Mehr lohnt sich — aber damit fängst du an.
3. Die Dosierung stimmt nicht
Zu wenig Kaffeemehl im Siebträger → dünner, bitterer Espresso. Zu viel → der Puck platzt auf und das Wasser läuft an den Seiten vorbei (Channeling). Die richtige Menge hängt vom Sieb ab — in der Regel 7–9 g für einen Single, 16–18 g für einen Double Basket.
4. Das Tamping ist ungleichmäßig
Wenn der Kaffeepuck schief getampt ist, sucht sich das Wasser den einfachsten Weg — und extrahiert den Kaffee ungleichmäßig. Das Ergebnis: ein Teil wird überextrahiert (bitter), der andere unterextrahiert (säuerlich).
Level den Kaffeepuck mit dem Finger an, bevor du tampst. Und überprüfe danach: Liegt das Tamper-Level gerade auf dem Puck? Wenn ja, ist er eben. Das übst du in unserem Kurs live — und du spürst nach 20 Minuten den Unterschied.
5. Die Maschine wird nicht vorgeheizt
Eine kalte Maschine zieht Wärme aus dem Wasser ab und der Espresso wird kalt und unterextrahiert. Mindestens 15–20 Minuten vorheizen — und den Siebträger eingespannt lassen, damit er auch warm wird.
6. Das Wasser hat die falsche Temperatur
Ideal: 90–96 °C. Kochendes Wasser (100 °C) verbrennt den Kaffee und erzeugt Bitterstoffe. Die meisten Heimmaschinen sind auf 98 °C voreingestellt — zu heiß für helle Röstungen, besser für dunkle.
7. Der Kaffee ist alt oder falsch gelagert
Kaffeebohnen sind am besten 4–14 Tage nach der Röstung. Danach verlieren sie kontinuierlich CO₂ und Aroma. Kaufe kleine Mengen, frisch geröstet. Lagere die Bohnen in einem luftdichten Behälter, dunkel und kühl — aber nicht im Kühlschrank.
Fazit: Ein guter Espresso braucht Übung — und das richtige Wissen
Die meisten dieser Fehler kosten kein neues Equipment — nur Aufmerksamkeit. Probiere heute Abend eine Änderung aus: Mahlgrad justieren, Dosierung wiegen, Temperaturgare testen. Du wirst sofort einen Unterschied merken.
Und wenn du das alles live mit jemandem üben willst, der seit 8 Jahren anderen Menschen zeigt, wie man wirklich guten Espresso macht — der Barista-Grundkurs in München ist genau das. Oder verschenke ihn: Gutschein ab 129 €.
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